Wie andere Pflanzen auch, kann man die Frangipani natürlich veredeln. D.h. auf einem gesunden Unterstock wird eine andere Pflanze aufgesetzt. Die Methoden sind verschieden (V-förmiger Schnitt, Schräger Schnitt od. einfach ein Schnitt, wobei V bzw. schräg eher zu empfehlen ist) und die Resultate sieht man an der Artenvielfalt.
Eine Veredlung ist allerdings bei Plumerien nicht erforderlich (siehe Buch "Growing Plumerias in Hawaii and Around the World" von Jim Little).
Was aber was ganz besonderes ist, sind sogenannte Regenbogenbäume. Hier werden verschiedene Arten auf Abzweigungen eines Mutterbaumes gesetzt. Das Resultat ist ein Baum der dann auf der (z.B.) linken Seite weisse Blüten und auf der rechten Seite rosa od. rote Blüten trägt.
Die Anzahl der Arten auf einem Baum ist unbegrenzt und wenn man in den Tropen lebt od. über entsprechende Gewächshäuser verfügt, kann man sich im Laufer der Zeit einen Regenbogenbaum züchten.
Auf der Insel Phi Phi (Thailand) haben wir zum ersten Mal einen solchen in echt gesehen. Direkt an der Rezeption steht ein Baum mit einer Mischung von pfirsichfarbenen und roten Blüten und im hinteren Teil der Anlage stand ein Baum mit weißen und blutroten Blüten. (siehe Bild unten)
Leider ist das Foto (rechts oben) nicht gut gelungen. Man kann am linken Rand noch die pfirsichfarbenen Blüten erkennen.
Wunderschöne Mischung. Eine dunkelrote Art (vermutlich "Blood Red") und eine Singapore Obtusa (weiß mit gelben Zentrum) auf einem Baum.